Übersicht

Schule als Gemeinschaft – Miteinander lernen und leben (1)

  • Achtungsvoller Umgang (Schulklima)
  • Schule als Lebens- und Erfahrungsraum
  • Schule als Ort der Bewährung
  • Schule als Teil der Gesellschaft (Öffnung nach außen)

 

Schule als Lebenshilfe – Erziehung zur Selbsttätigkeit – Selbstständigkeit und Verantwortung  (2)

  • Gesundheitsförderung
  • Gewaltprävention
  • Suchtprävention

 

Schule als Partner der Natur (3)

  • Kooperation mit dem Naturschutzzentrum (NAZ)
  • Ausbildung der Schwarzwaldscouts
  • Leben in der Natur (Waldklassenzimmer, BNE-Tage)
  • Auseinandersetzung mit der Natur (Natur als Lebensraum, Wirtschaftsraum, Erholungsraum)

 

(1) Schule als Gemeinschaft – Miteinander lernen und leben

Unter dem Aspekt, dass Schule ein Teil der Gesellschaft ist, versuchen wir im gegenseitigen Miteinander ein Vorbild der Gemeinschaft zu sein, für die wir erziehen.

Die Kinder und Jugendlichen erfahren durch die Mitarbeit in der SMV, der Schulkonferenz, als Hausaufgabenbetreuer und als Mentoren im Sport und den Schwarzwaldscouts, dass sie gebraucht werden und zählen.

Klassenregeln und Schulregeln fordern zur Achtsamkeit und gegenseitigem Respekt, sowohl Erwachsenen als auch Kindern gegenüber, auf. Die gemeinsam festgelegten Regeln und allgemein geltenden Werte sollen als hilfreich und notwendig erkannt werden, um Schwächere zu schützen und dem Egoismus Einzelner Grenzen zu setzen. Hierbei hilft den Schülerinnen und Schülern der Klassenrat, der als demokratisches Forum das Zusammenleben in Klasse und Schule fördert.

Schule als Ort der Bewährung und Erfahrung wird durch ein Sozialpraktikum gewährleistet, das den Jugendlichen Werte wie Selbstständigkeit und Verantwortung, Solidarität und Hilfsbereitschaft, Empathie, Zuwendung und Mitleid vermittelt. Ebenso gelingt dies durch ein einwöchiges Praktikum im Rahmen der Berufsorientierung. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler durch den Austausch mit England, Frankreich und Finnland andere Kulturen zu verstehen und zu achten.

Durch vielfältige Aktivitäten in Chor, Orchester, Theater und bei Festen sowie öffentlichen Auftritten, wird das Leben der Kinder und Jugendlichen in der Schule abwechslungsreich gestaltet.

Die Zusammenarbeit mit Eltern erfolgt sowohl bei den Klassenpflegschaftssitzungen als auch bei besonderen Veranstaltungen zum Thema „Lernen lernen“, gemeinsamen pädagogischen Tagen, der Mitgestaltung von Feiern sowie der Begleitung bei Ausflügen und Schullandheimaufenthalten.

Als Teil der Öffnung der Schule nach außen, steht die Schule mit zahlreichen Institutionen und Betrieben in Kontakt. Partnerschafts- bzw. Kooperationsverträge mit Wirtschaftsunternehmen und Gastronomiebetrieben sowie dem Naturschutzzentrum (Nationalpark Nordschwarzwald) ermöglichen den Jugendlichen Einblicke ins spätere Berufsleben.

 

(2) Schule als Lebenshilfe – Erziehung zur Selbsttätigkeit – Selbstständigkeit und Verantwortung

 

Gewaltprävention, Gesundheitsförderung und Suchtprävention bilden, neben der Vermittlung von Handlungs-, Sozial- und Lebenskompetenzen, den Schwerpunkt der Präventions- und Erziehungsarbeit am Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium.

In den Klassenlehrerstunden der Klassen 5 – 7 steht das Jugendförderprogramm Lions-Quest „Erwachsen werden“ im Mittelpunkt, das die planvolle Förderung der sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern beinhaltet. Die Kinder werden dabei unterstützt, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen und konstruktive Lösungen für Probleme zu finden. Gleichzeitig möchte der Unterricht mit diesem Programm jungen Menschen Orientierung beim Aufbau eines eigenen, sozial eingebundenen Wertesystems anbieten.

Zudem verfolgen wir das Präventionskonzept „stark.stärker.WIR.“ Das bedeutet, dass unserer Schule zwei Berater des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Seite stehen, die bei Bedarf für uns tätig werden können. So wurde durch sie eine Lehrergruppe mit der Methode des „No Blame Approach“, fortgebildet und Kolleginnen und Kollegen mit der Durchführung des Klassenrats vertraut gemacht.

Ziele des Präventionskonzepts „stark.stärker.WIR.“:

  • Schule ist ein Raum, in dem die Würde und die Gesundheit jedes Einzelnen geachtet werden.
  • Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte fühlen sich sicher; ihre Konfliktlösungskompetenz ist gestärkt.
  • Schülerinnen und Schüler verfügen über gute Voraussetzungen zur Lebensbewältigung und -entfaltung.
  • Schülerinnen und Schüler sind in ihrer Persönlichkeit und Selbstwirksamkeit gestärkt.
  • Präventionsarbeit an Schulen erfolgt nachhaltig, zielgerichtet und systematisch.

In verschiedenen Klassenstufen finden bewährte Projekte statt (s. Tabelle), auch in Kooperation mit außerschulischen Beratungsstellen sowie der Schulsozialarbeiterin oder auch als Unterrichtseinheiten in Fächern wie Biologie, Religion oder Deutsch. Zudem steht dem Kollegium, den Eltern und den Schülern der Beratungslehrer zur Verfügung.

Übersicht über fest verankerte Präventionselemente im Jahresablauf des RvWG:

Klasse

Veranstaltung

Kurzbeschreibung

5

„Kids online“

Programm der Polizei zur Aufklärung von Kindern und Eltern zu Gefahren im Internet

 

„Lions-Quest“

 

Programm zur Förderung von Sozialkompetenz und Stärkung des Selbstvertrauens, ausgeführt durch geschulte Lehrer

 

Klassenrat

Demokratisches Forum, in dem Schüler nach festen Regeln über aktuelle Probleme, Fragen und Konflikte beraten

6

„Lions-Quest“

s.o.

 

Klassenrat

s.o.

7

Suchtprävention

Mitarbeiter der Aktion „Wegzeichen" berichten aus eigener Erfahrung über den Weg in die Sucht und aus der Sucht heraus

8

„Maria – ein Theater

um die Liebe“

 

 

In Zusammenarbeit mit der Schwangerschafts-beratungsstelle „donum vitae“ aus Freudenstadt geht es um die erste Liebe mit all ihren Folgen. In einer anschließenden Nachbesprechung haben die Schüler die Möglichkeit, in geschlechtshomogenen Gruppen Fragen zu stellen.

 

Cyber-mobbing

Programm der Polizei in Ergänzung zu „Kids online“, das sich mit Mobbing mittels moderner Medien auseinandersetzt

9

Ich-Stärkung

Mitarbeiter der Diakonie Freudenstadt arbeiten mit den Schülern in einem Workshop zu Gruppenzwang, Selbstbestimmung und -bewusstsein sowie verantwortlichem Handeln

 

Darüber hinaus verstehen sich auch außerunterrichtliche Veranstaltungen wie gemeinsame Ausflüge, Schullandheimaufenthalte oder Austauschprogramme als präventive Aktionen.

 

(3) Schule als Partner der Natur

 

Seit dem Schuljahr 2012/13 besteht eine Schulkooperation zwischen dem Nationalpark Schwarzwald (damals Naturschutzzentrum Ruhestein) und dem RvWG, die mehrere Projekte innerhalb der verschiedenen Klassenstufen umfasst. Ziel dieser Schulkooperation ist es, die räumliche Nähe der Schule zum Nationalpark im Sinne des Schulprofils „Naturschutz – Tourismus – soziale Beziehungen“ nutzbar zu machen. Die Schulkooperation umfasst folgende Projekte, die für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend sind:

  • Besuch des Waldklassenzimmers in Klasse 6
  • Teilnahme am Tag der Artenvielfalt in den Klassen 5 und 6 (alle 2 Jahre)
  • BNE-Tage in Klasse 8
  • Ökosystem-Erfassung in Klasse 10
  • Diskussionsforum im 4stündigen Biologiekurs der Jahrgangsstufe 2

 

Durch diese Projekte wird in direktem, praktischem Erleben ein wesentlicher Beitrag zum Leitprinzip „Bildung für nachhaltige Entwicklung und Verbraucherbildung“ geleistet. Daneben vertiefen und ergänzen die verschiedenen Aktionen in vorbildlicher Weise inhaltliche Kompetenzen aus den Bildungsplänen BNT und Biologie im Bereich der Ökologie, Pflanzen, Wirbellose, Wirbeltiere, Humanbiologie und Evolution sowie prozessbezogene Kompetenzen wie Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung.